Dienstag, 1. Mai 2012

Finale der Herzen...

...oder des Knit-Alongs 5. und letzter Teil.

Schade, daß daas jetzt definitiv der Abschluß des Knit-Alongs ist. Es hat Spaß gemacht mit vielen Gleichgesinnten um die Wette zu stricken, sich Tips und zu viele Anregungen zu holen! Ganz lieben Dank an Cat für diese tolle Idee und die Organisation des Ganzen. Ich hoffe ja sehr, daß es bald wieder so etwas gibt?

So, nun zu meinem Sorgenkind. Leider nach wie vor der Schalkragen - aber seht selbst:
























Seht Ihr die Falten im Schulterbereich? - Eigentlich eine blöde Frage, die sind ja gar nicht zu übersehen! Mittlerweile bin ich ratlos, denn ich habe:

Verkürzte Reihen gestrickt - dabei diverse Male wieder aufgetrennt, weil mir das Ergebnis nach dem Vorschlag aus dem ravelry-Forum gar nicht gefallen hat, Eigenversuche aber auch nicht. Und der letzte Versuch schließlich bei obigem Mißerfolg geblieben ist.Gebügelt und gedämpft - war kurzzeitig erfolgreich, aber leider nicht von langer Dauer (s. Bild oben!).

Kragen angeheftet - das war dann vorne okay, dafür zog es den hinteren Teil der Jascke nach oben und ich hätte als "Quasimoda" gehen können.

Zur Verbesserung sind meiner Strickfreundin und mir nur noch zwei Dinge eingefallen:
- daheim tragen und hoffen, daß sich das Jäckchen aushängt, dehnt oder sich sonstwie den Körperformen anpaßt
- Ärmelausschnittnähte auftrennen und Ärmel irgendwie neu und besser, sprich paßformgerechter und ohne Falten wieder annähen (wie ist uns allderings selber nicht klar!)

Tja, Ihr seht, da wäre guter Rat teuer. Daher hoffe ich sehr, daß die eine oder andere versiertere Strickerin als ich sich mir und meines Problems annehmen würde...


Mein zweites Problem ist meine mangelnde Entscheidungsfreude. Was nähe ich aus diesem schönen Baumwollstoff (gemeint ist der petrolfarbene)? Wickelrock oder Kleid?


 Wozu würdet Ihr tendieren? - Mein erster Gedanke war der Wickelrock, weil schneller und einfacher zu nähen als ein Kleid...

Montag, 30. April 2012

Wechseln Sie den Akku...

...na klasse - immer wenn man's gar nicht brauchen kann. Ich kann Euch heute also keine Fotos in Punkto Frühlingsjäckchen zeigen...

Nur soviel schon vorab: Mein "Schalkragen-Problem" ist trotz meiner verkürzten Reihen immer noch ungelöst - die Jacke wirft im Schulterbereich Falten. Wer dafür eine Lösungsmöglichkeit hat, bitte immer her damit (auch wenn's mit Naht- und Strickerei-Auftrennen verbunden ist, so wie die Jacke jetzt sitzt, ist sie in der Öffentlichkeit nicht tragbar!).

Und zur Unten-drunter-Frage: Eigentlich wollte ich aus einem schönen Baumwollstoff einen Wickelrock nähen, bis meine Freundin meinte, ein Kleid sähe daraus bestimmt auch nicht schlecht aus...

Wer zur Entscheidungsfindung beitragen möchte, bitte ab morgen abend einen Blick auf den Blog werfen, dann sind Fotos der Jacke und des Stoffs drin. Schon mal danke vorab für Eure Hilfe!

Montag, 16. April 2012

Frogging...

...mein Sommerjäckchen!


Auf dem Bild ist mein erster Versuch mit 3,5er - Nadeln zu sehen: mir ist das Maschenbild zu "grob", das Muster kommt nicht wirklich gut raus (auch mit Spannen nicht atemberaubend besser).

Nächster Versuch (ohne Bild) mit 3er - Nadeln: wesentlich schöner, Maschenbild "dicht" genug, das Muster kommt auch ohne Spannerei schön.

Trotzdem geribbelt, weil die Sockenwolle körperbetont, eng anliegend auf nackter Haut soooo kratzt!! Ja, ich bin da vielleicht ein bisserl überempfindlich, aber ich weiß - dieses Ding wird nur meinen Kleiderschrank und nicht mich schmücken! Also lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

Und keine Angst: für die schöne Wolle (tolle Farbe, Farbverlauf super, gut zu stricken) hab' ich schon ein Projekt im Auge. Ein weniger körperbetont, eng auf nackter Haut anliegendes Projekt...

Mit diesem nicht mehr existenten Strickstück seht ihr auch den Grund, warum ich's mit meinem Frühlingsjäckchen für den Knit-Along-Stichtag heute nicht rechtzeitig geschafft habe. Das Muster und die tolle Wolle des Sommerjäckchens waren einfach zu verführerisch als sich mit endlos langen Glatt-Rechts-Reihen herumzuschlagen zu vergnügen.

Aber Gott sei dank hatte die liebe Cat mit Strickerinnen wie mir ein Einsehen und einen Ersatztermin für die Walpurgisnacht angesetzt. Wollen doch mal sehen, ob ich da nicht nur die Frühlingsjacke, sondern dann auch das passende Kleid/ Rock dazuhexen kann?

Dienstag, 27. März 2012

Knit-Along 5. Teil: Frust und Panik...

... im Blick, denn:

1. das Wetter war die vergangenen Wochen zu schön für's Stricken...

2. Zweifel, ob die Maße aus der Anleitung auch für das Kreuz von Otto Normalverbraucher passen (auf dem Foto des Originals ist ja eher ein sehr dünnes Schmalreh zu sehen).

3. der Schalkragen: auf ravelry waren einige dabei, die den Kragen mit verkürzten reihen gestrickt haben, weil sich sonst ein Woll-Wulst im Genick bildet. Stimmt, auf den Bildern einiger anderer Nachstrickerinnen sieht man's sehr deutlich! Sieht wirklich häßlich aus und so würde die Jacke bei mir nur im Schrank hängen, denn wie Quasimodo herumzulaufen?? - Nein wirklich nicht, aber was tun? Nach einiger zeitintensiver (!) Recherche hab' ich dann eine kleine Anleitung, wann wieviel verkürzt wird, gefunden. Allerdings auf Englisch...
Trotz aller Widrigkeiten mit verkürzten Reihen gestrickt, aber...

4. Schalkragen wieder aufgetrennt, weil man ich die verkürzten Reihen sehe. Der Kragen rollt sich ja und deswegen sieht man am Kragen die linke Seite des Gestricks. Und auf der wiederum die verkürzten Reihen (auf der rechten Seite erkennt man sie nicht).

Zur Erinnerung - so sollte das fertige Stück aussehen (Foto auf ravelry):



Ich hab' mich zwar jetzt dazu durchgerungen, noch eine andere Möglichkeit mit den verkürzten Reihen durchzuspielen (weil Schnitt und Wolle gefallen mir immer noch, schon soviel gestrickt, etc. ), aber bis zum 16. April??! Bestenfalls eine ärmellose Weste...


Lust und Frust der anderen Strickerinnen könnt Ihr bei Cat sehen.

Sonntag, 25. März 2012

Anna-Tasche mit Pferden...

... nach dem genialen Schnittmuster von machwerk.


Beim Suchen nach Taschenzubehörteilen bin ich unter anderem auf einen Shop gestoßen, der die "scheußlich-schönen" Baumwollstoffe von Wilmington Prints vertreibt (Durch den tollen Rehleinrock und -tasche vom machwerk-Blog mit war mir der Name bekannt, so daß ich im Shop unter der Rubrik "Hersteller" neugierig hineingelinst habe - was ich sonst wohl übergangen hätte, weil unbekannt). Stoff gesehen und es war für mich klar: Daraus wird eine Tasche für meine pferdebegeisterte große Tochter!


Und das Anna-Schnittmuster hatte ich mir eh schon zugelegt: Wie genial ist das denn? - Eine Tasche für jeden Anlaß ohne dafür den sowieso viel zu kleinen Kleiderschrank aus allen Nähten platzen lassen zu müssen! Die Grundtasche kommt durch verschiedenste Wechselklappen, die einfach auszutauschen sind, mal mit edlem Touch, mal schrill oder romantisch daher. Aber auch ganz ohne Klappe ist die Tasche eine sichere Begleiterin dank des oben eingenähten Reißverschlußes.


Die Anleitung ist übrigens einfach nachzuvollziehen, die bebilderten Arbeitsschritte lassen sich gut nacharbeiten (und man muß ja nicht wie ich gleich bei der ersten Anna-Tasche einige Rafinessen einbauen, die einen dann über dieselben stolpern lassen...).
Inspirationen, Tips und Tricks für verschiedenste Ausführungen findet man ja genug. Aufgrund dessen habe ich mich dann auch für einen strapazierfähigen Taschenkörper aus Kunstleder bzw. Alcantara entschieden. Stoffe, die sich laut vieler Bloggerinnen besser vernähen lassen als man gemeinhin annimmt (Das kann ich übrigens nur bestätigen!).

Damit meine Tochter die Tasche evtl. auch noch nach ihren Mädchenjahren tragen kann, habe ich mich zu neutralen Braun- und Cremetönen entschlossen. Und damit's nicht zu bieder wird, kamen der Tiger-Print und die Lurex-Fellbordüre ins Spiel.


Nätürlich hat sie jetzt noch kein Handy und keinen Lippenstift, aber was nicht ist, wird sicher noch: so ist das Innenleben der Tasche schon darauf vorbereitet.

Montag, 12. März 2012

Knit-Along Teil 4: 1. Zwischenstand...

...aaaah, schon Zwischenstand!! Wie schnell ging das denn! Aber gut, die größte Durststrecke habe ich ja Gott sei Dank schon hinter mir...

Noch ein kurzer Nachtrag zur Maschenprobe:
Nachdem ich ja bei einigen gelesen hatte, daß sie ihre MaPro nicht nur stricken und dann abmessen, sondern auch noch waschen und dämpfen, war ich arg in Panik - letzteres hatte ich nämlich nicht gemacht! Würde meine Jacke nach dem Waschen denn noch passen? Leiert sie aus oder geht ein? Trenne ich meine bereits gestrickten 86 x 15 cm nochmal auf, wenn die gewaschene MaPro ganz anders ausfällt als die ungewaschene?

Ich habe mich zum Mut zur Lücke entschlossen - denn alles nochmal aufribbeln (86 cm breit und 15 cm hoch  öde mit dünner Nadel glatt rechts gestricktes Teil)? Nein, dann lieber testen, ob's so geht und im Fall der Fälle an die Tochter weiterreichen oder auftrennen und ein wunderschönes Lace-Tuch und die Blümchen-Weste von Judy stricken...

Soviel dazu, ich hab' also weitergestrickt und bin jetzt stolze Besitzerin eines halben Vorder- und Rückenteils. Das Teil wird in einem Stück gestrickt, daher hat man anfangs Vorder- und Rückenteil auf der Nadel. Aber wenn man bis zum Abketten der beiden Vorderteilseiten durchgehalten hat, schafft man den Rest mit links (hoffe ich ;))


Theoretisch könnte ich ja schon weiter sein, aber das tolle Strickmuster meines Sommerjäckchens (fand ich zwischenzeitlich um einiges spannender als laaaaange Reihen glatt rechts) und Zweifel hinsichtlich der Maße der Anleitung haben mich eine Woche lang vom Weiterstricken abgehalten...

Gott sei Dank habe ich im "richtigen" Leben eine strickwütige Freundin, die meine Zweifel hinsichtlich der Passform zerstreuen konnte, so daß ich mich jetzt weiterhin munter an die Anleitung halte. So habe ich die ersten Abnahmen für die Armausschnitte hinter mir...


...und stricke mit neuem Elan auf einer Breite von bald nur noch 30 cm!!

Wie weit der Rest ist - ob glückliche Besitzerin einer breits fertigen Jacke oder schier am Verzweifeln  - könnt Ihr bei Cat nachlesen...

Montag, 27. Februar 2012

Frühlingsjäckchen Knit-Along Teil 3...

...Die Maschenprobe

Ich stricke ziemlich fest, so daß die Maschenprobe mit der 3,0er Nadel deutlich von den Angaben der Banderole abweicht. Statt der veranschlagten 24 Maschen brauche ich 30 Maschen auf 10 cm und statt der angegebenen 32 Reihen sind es bei mir 41. Aber kein Schaden ohne Nutzen, wenn man es denn als "Schaden" bezeichnen will: Meine Maschenprobe stimmt fast genau mit der der Anleitung überein. Welch ein Glück, ich muss also fast nichts umrechnen!


Aber, leider ein dickes Aber: Der leicht knitterige, zart "papierne" Look des Originalmodells geht verloren, dazu ist Secondo zu seidig, zu glänzend und fließend. Nun gut, damit war zu rechnen, nachdem ich ja nicht das Originalgarn verwenden konnte wollte...

Andererseits ergibt sich durch den "Glanz-Fluß" ein ganz neues optisches Bild, das auch seinen Reiz hat: ein elegantes Jäckchen mit edlem Touch. Vielleicht noch betont mit einem dekorativen Knopf in Silber?

Die Ahs, Ohs, GottseiDanks usw. zu den Maschenproben der restlichen Frühjahrsstrickerinnen seht Ihr hier.

edit: Ich hasse Maschenproben - das vorneweg. Daher habe ich die bisher nie selten gemacht, was sich bei diesem Stück rächte. Ich mußte ein Stückchen wieder auftrennen, weil zu eng.

Aber noch eine Frage: Ich hab' in einigen Beiträgen gelesen, daß sie die Maschenprobe auch noch waschen und spannen und dann erst auszählen. Ich hab' nur die Maschenprobe gemacht, ausgezählt und dann angefangen. Falsch?